Carolin / 08.10.2026

Garten im Herbst planen und bepflanzen: So bereiten Sie die nächste Gartensaison vor

Wenn die Gartensaison langsam endet, beginnt bereits die Vorbereitung auf die nächste. Der Herbst ist ein besonders guter Zeitpunkt, um größere Veränderungen im Garten zu planen und viele geeignete Pflanzen zu setzen. Kurz erklärt: Möchten Sie Ihren Garten im kommenden Frühjahr oder Sommer verändern, lohnt es sich, bereits im Herbst mit den Vorbereitungen zu beginnen – sowohl bei der Gestaltung als auch bei vielen Pflanzarbeiten.


Herbstterrasse

Warum ist der Herbst ein guter Zeitpunkt für Veränderungen im Garten?

Für Gartenprojekte entsteht dadurch wertvoller Vorlauf bis zum Frühjahr. Gleichzeitig können viele winterharte Stauden und Gehölze nach einer Herbstpflanzung noch Wurzeln bilden und dadurch mit einem Vorsprung in die neue Saison starten. Wer sich schon im Frühjahr über Tulpen, Narzissen oder Krokusse freuen möchte, muss ebenfalls bereits im Herbst aktiv werden.


Der Herbst verbindet also gleich mehrere Vorteile, die zu anderen Jahreszeiten nicht in gleicher Weise zusammenkommen.


Sie wissen noch genau, wie Sie Ihren Garten im Sommer genutzt haben


Nach mehreren warmen Monaten lässt sich gut beurteilen, welche Gartenbereiche funktionieren und wo Verbesserungsbedarf besteht.


Vielleicht war die Terrasse bei Besuch regelmäßig zu klein. An einem Sitzplatz fehlte am Nachmittag Schatten. Ein Weg wurde kaum genutzt, während an anderer Stelle immer wieder über den Rasen gelaufen wurde. Oder Sie haben festgestellt, dass einzelne Flächen im Garten kaum eine Funktion erfüllen. Solche Beobachtungen liefern wertvolle Hinweise für Veränderungen im nächsten Jahr.


Notieren Sie deshalb möglichst konkret:

  • Welche Bereiche haben Sie besonders häufig genutzt?
  • Wo hat Ihnen im Sommer Platz gefehlt?
  • Wo war es zu sonnig oder zu schattig?
  • Welche Wege waren im Alltag praktisch – und welche nicht?
  • Wo wünschen Sie sich mehr Privatsphäre?
  • Welche Bereiche möchten Sie im kommenden Jahr stärker nutzen?
  • Welche Flächen oder Materialien passen für Sie optisch nicht mehr zusammen?


So entsteht aus den Erfahrungen des Sommers eine konkrete Grundlage für die nächste Gartensaison.


Größere Projekte bekommen den nötigen Vorlauf


Eine neue Terrasse, veränderte Wege oder eine umfangreichere Neugestaltung bestehen meist aus mehreren Entscheidungen.


Flächen müssen festgelegt, Materialien ausgewählt und möglicherweise Fachbetriebe koordiniert werden. Wer damit erst an den ersten warmen Frühlingstagen beginnt, startet genau dann mit der Konzeptphase, wenn der Garten eigentlich schon genutzt oder verändert werden soll.


Der Herbst schafft dagegen Zeit für Entscheidungen, Abstimmungen und die Vorbereitung der späteren Umsetzung.

Garten im Herbst planen

Welche Gartenprojekte sollten Sie bereits im Herbst planen?

Besonders sinnvoll ist ein früher Start, wenn mehrere Bereiche des Gartens miteinander zusammenhängen. Das betrifft beispielsweise:


  • eine neue oder größere Terrasse,
  • neue Gartenwege oder Pflasterflächen,
  • Mauern und Einfassungen,
  • Treppen und Höhenunterschiede,
  • mehrere Sitz- und Aufenthaltsbereiche,
  • die Verbindung zwischen Haus, Terrasse und Garten,
  • eine umfassendere Neustrukturierung bestehender Außenflächen.


Warum das wichtig ist, zeigt schon das Beispiel einer Terrasse: Wird sie größer, verändert sich möglicherweise die Wegeführung. Dadurch verschieben sich wiederum Pflanz- oder Rasenflächen. Bei einem Grundstück mit Gefälle können zusätzlich Stufen oder Mauern erforderlich werden.


Bevor einzelne Elemente umgesetzt werden, sollte daher klar sein, wie die dauerhaften Bereiche des Gartens zusammenspielen sollen.


Wie Sie ein Gartenprojekt grundsätzlich strukturieren, Budget und Zeitplan berücksichtigen und die Umsetzung vorbereiten, erfahren Sie auf unserer Seite zur Gartenplanung und Vorgehensweise.

Was können Sie für Ihr Gartenprojekt jetzt schon vorbereiten?

Was können Sie für Ihr Gartenprojekt jetzt schon vorbereiten?


Für die Vorbereitung braucht es noch keinen fertigen Entwurf. Einige Informationen helfen jedoch später dabei, aus ersten Vorstellungen ein konkretes Konzept zu entwickeln.


Den Garten fotografieren


Fotografieren Sie den Außenbereich möglichst aus verschiedenen Blickwinkeln – idealerweise noch bevor Pflanzen ihr Laub vollständig verlieren.


Besonders hilfreich sind Aufnahmen von:

  • Terrasse und Übergang zum Haus,
  • Gartenwegen,
  • Grundstücksgrenzen,
  • Mauern und Treppen,
  • Höhenunterschieden,
  • vorhandenen Pflanzflächen sowie
  • Bereichen, die verändert werden sollen.


Wünsche möglichst konkret formulieren


„Wir möchten eine größere Terrasse“ ist ein guter Anfang. Noch hilfreicher ist:

„Auf unserer Terrasse sollen künftig ein Esstisch für sechs Personen und zusätzlich zwei Loungesessel Platz finden.“


Überlegen Sie also nicht nur, was Sie verändern möchten, sondern auch wie Sie den Bereich später nutzen möchten.


Inspirationen sammeln


Auch Bilder von Außenanlagen, Materialien oder Gestaltungsstilen können hilfreich sein. Welche Farben passen zum Haus? Gefallen Ihnen eher klare, geradlinige Flächen oder eine natürlichere Gestaltung? Welche Terrassen oder Wege sprechen Sie besonders an? Daraus muss noch kein fertiges Konzept entstehen. Die Beispiele helfen jedoch dabei, die eigene Stilrichtung sichtbar zu machen.

Im Herbst pflanzen

Im Herbst pflanzen: Vorsprung für Frühjahr und Sommer

Neben der Planung größerer Gartenbereiche ist der Herbst für viele Pflanzen eine wichtige Pflanzzeit.


Der Boden besitzt nach dem Sommer häufig noch Wärme, während die Lufttemperaturen bereits sinken. Viele geeignete winterharte Pflanzen können unter diesen Bedingungen noch neue Wurzeln entwickeln.


Das kann ihnen einen Vorsprung für die nächste Gartensaison geben: Statt im Frühjahr zunächst vollständig einwurzeln zu müssen, können bereits etablierte Pflanzen früher in ihre Wachstumsphase starten. Dadurch können Beete im Laufe des Frühjahrs und Sommers schneller eingewachsen wirken.


Welche Pflanzen tatsächlich im Herbst gesetzt werden können, hängt jedoch immer von Pflanzenart, Standort und Witterung ab.


Winterharte Stauden


Viele winterharte Stauden lassen sich gut im Herbst pflanzen. Bis zum Winter können sie am neuen Standort anwachsen und im darauffolgenden Frühjahr neu austreiben. Entscheidend ist, dass die ausgewählten Pflanzen zum jeweiligen Standort hinsichtlich Licht, Boden und Feuchtigkeit passen.


Sträucher und Gehölze


Auch viele laubabwerfende Sträucher und Gehölze können im Herbst gepflanzt werden. Frostempfindliche Arten oder Pflanzen mit besonderen Standortansprüchen sollten dagegen gegebenenfalls erst im Frühjahr gesetzt werden.


Blumenzwiebeln für einen blühenden Frühling


Wer sich im Frühjahr früh über Farbe im Garten freuen möchte, sollte bereits im Herbst vorsorgen. Viele klassische Frühlingsblüher wie Tulpen, Narzissen und Krokusse werden im Herbst als Zwiebeln gesetzt. Sie verbringen den Winter im Boden und treiben bei passenden Bedingungen im Frühjahr aus. So können schon zu Beginn der neuen Gartensaison erste Blüten entstehen, während viele andere Pflanzen gerade erst wieder zu wachsen beginnen.

Erst gestalten oder erst pflanzen?

Erst gestalten oder erst pflanzen?

Wenn im kommenden Frühjahr bauliche Veränderungen vorgesehen sind, sollte nicht jede freie Fläche bereits im Herbst neu bepflanzt werden.


Soll beispielsweise:

  • die Terrasse vergrößert,
  • ein Gartenweg versetzt,
  • eine Mauer gebaut oder
  • ein Höhenunterschied neu gestaltet werden,


sollten die betroffenen Flächen zunächst feststehen.


Andernfalls besteht die Gefahr, dass neu gesetzte Pflanzen wenige Monate später wieder umgesetzt werden müssen.


Bei größeren Gartenprojekten gilt daher: Zuerst die langfristige Struktur festlegen, danach die Bepflanzung passend dazu entwickeln.


Von September bis Frühjahr: ein möglicher Ablauf für die Gartenplanung


  • Spätsommer / Herbst:

    Gartensaison auswerten, Wünsche dokumentieren, größere Veränderungen und Flächen konkretisieren und bei Bedarf professionelle Unterstützung einbeziehen


  • Oktober bis Februar:

    Notwendige Rodungs- oder stärkere Rückschnittarbeiten einplanen: Viele Gehölze dürfen vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten, auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden. Zusätzlich geltende Natur-, Arten- und Baumschutzvorgaben beachten


  • Herbst:

    Geeignete Stauden und Gehölze sowie Blumenzwiebeln pflanzen


  • November / Winter:

    Gestaltung abstimmen, Materialien und Produkte auswählen


  • Winter:

    Materialverfügbarkeit und gegebenenfalls ausführende Fachbetriebe prüfen


  • Frühjahr:

    Geplante Arbeiten abhängig von Projekt und Witterung umsetzen


  • Anschließend:

    Weitere Bepflanzung passend zu den neu gestalteten Flächen ergänzen


Der konkrete Ablauf richtet sich immer nach dem individuellen Projekt. Entscheidend ist vor allem, Planung, Pflanzung und Umsetzung sinnvoll aufeinander abzustimmen.

Ideen zum konkreten Gartenentwurf

Wenn aus Ideen ein konkreter Entwurf werden soll

Zu wissen, was im Garten nicht funktioniert, ist häufig einfacher als zu entscheiden, wie es stattdessen aussehen soll.


Wie groß sollte die neue Terrasse werden? Welcher Verlauf eignet sich für die Wege? Welche Materialien harmonieren mit dem Gebäude? Wie lassen sich Mauern oder Höhenunterschiede in die Gestaltung integrieren?


Sobald mehrere dieser Fragen zusammenspielen, kann fachliche Unterstützung sinnvoll werden.


Garten gestalten mit ausgebildeten Landschaftsarchitektinnen


Beim EHL Design-Service entwickeln Sie Ihren Außenbereich gemeinsam mit ausgebildeten Landschaftsarchitektinnen. Damit unterscheidet sich der Service von einer ausschließlich automatisierten Planung.


KI-Anwendungen und digitale Gartenplaner können beispielsweise bei der Ideenfindung oder Visualisierung unterstützen. Ein konkretes Grundstück bringt jedoch individuelle Anforderungen mit: vorhandene Flächen, Höhen, Wege, persönliche Nutzungswünsche und die Verbindung zwischen verschiedenen Gartenbereichen.


Beim EHL Design-Service fließen Ihre Angaben, Wünsche, Fotos und Pläne in ein individuelles Gestaltungskonzept ein.


Je nach gewähltem Angebot wird dieses als 2D- oder 3D-Planung visualisiert. Anschließend wird der Entwurf persönlich im Videocall mit Ihnen besprochen.


So können Sie bereits vor der späteren Umsetzung sehen, wie Terrasse, Pflasterflächen, Wege, Mauern, Treppen und weitere Elemente miteinander wirken.

Terrassenplatten im Herbst verlegen

Im Herbst die Grundlage für die nächste Gartensaison schaffen

Der Herbst ist weit mehr als das Ende des Gartenjahres. Er bietet die Gelegenheit, die Erfahrungen des Sommers auszuwerten, größere Veränderungen frühzeitig vorzubereiten und mit geeigneten Pflanzen bereits die Grundlage für das kommende Frühjahr zu schaffen.


Während winterharte Stauden und Gehölze Zeit zum Einwurzeln bekommen und Blumenzwiebeln auf ihren Austrieb im Frühjahr warten, können Terrasse, Wege, Mauern und weitere Bereiche in Ruhe vorbereitet werden.


Wer seinen Außenbereich umfangreicher verändern möchte, muss dabei nicht allein aus einzelnen Ideen ein Gesamtkonzept entwickeln.


Die Landschaftsarchitektinnen des EHL Design-Service unterstützen Sie dabei, Ihre Wünsche in eine individuelle Gestaltung für Ihren Außenbereich zu übersetzen.


EHL Design-Service entdecken

Die Landschaftsarchitektinnen hinter dem EHL Design-Service

Hinter dem EHL Design-Service stehen mit Eva Sonnenschmidt und Deepika Rani erfahrene Landschaftsarchitektinnen, die Ihre Ideen, Wünsche und die Gegebenheiten Ihres Grundstücks zusammenbringen. So entsteht aus ersten Vorstellungen ein durchdachtes Gestaltungskonzept, das zu Ihrem Außenbereich und Ihrer späteren Nutzung passt.


Sie möchten zunächst wissen, ob der Design-Service zu Ihrem Projekt passt?


Wir bieten ein kostenloses 10-minütiges Erstgespräch mit einer Landschaftsarchitektin an. Dabei können Sie Ihr Vorhaben kurz vorstellen und klären, welches Angebot für Ihr Gartenprojekt geeignet ist.

Gemütliche Terrasse im Herbst

Häufige Fragen rund um Gartenprojekte und Herbstpflanzung

Bis wann kann ich im Herbst Pflanzen setzen?


Ein allgemeines Enddatum gibt es nicht. Entscheidend sind Pflanzenart und Witterung. Viele geeignete winterharte Pflanzen können gesetzt werden, solange der Boden frostfrei und gut bearbeitbar ist. Bei empfindlichen Arten oder ungünstigen Wetterbedingungen kann eine Pflanzung im Frühjahr sinnvoller sein.


Müssen neu gepflanzte Stauden und Gehölze im Herbst noch gegossen werden?


Ja. Auch im Herbst benötigen frisch gesetzte Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit, damit sich die Wurzeln entwickeln können. Nach dem Pflanzen sollte deshalb gründlich gewässert werden. Auch später können bei trockener Witterung und frostfreiem Boden weitere Wassergaben notwendig sein.


Was passiert, wenn kurz nach der Pflanzung Frost kommt?


Winterharte, für eine Herbstpflanzung geeignete Pflanzen kommen grundsätzlich mit niedrigen Temperaturen zurecht. Problematischer kann es sein, wenn Pflanzen noch nicht ausreichend angewachsen sind oder es sich um frostempfindliche Arten handelt. Bei Unsicherheit sollten die individuellen Pflanzhinweise der jeweiligen Art berücksichtigt werden.


Muss ich vor einem Gespräch mit einer Landschaftsarchitektin bereits wissen, welche EHL-Produkte ich verwenden möchte?


Nein. Wichtiger sind zunächst Informationen zum Grundstück und Ihre Vorstellungen zur späteren Nutzung. Fotos, vorhandene Pläne und Inspirationsbilder helfen dabei, die gewünschte Richtung zu vermitteln. Die konkrete Materialauswahl kann anschließend auf das entwickelte Konzept abgestimmt werden.


Welche Unterlagen helfen bei einer professionellen Gartenplanung?


Hilfreich sind möglichst genaue Maße beziehungsweise vorhandene Grundstücks- oder Gebäudepläne sowie aktuelle Fotos des Außenbereichs. Zusätzlich können Bilder von Gestaltungen, Materialien oder Stilen, die Ihnen gefallen, eine gute Gesprächsgrundlage bilden.


Kann auch nur ein Teil des Gartens professionell gestaltet werden?


Auch einzelne Bereiche können Ausgangspunkt eines Gartenprojekts sein, beispielsweise eine Terrasse oder ein bestimmter Aufenthaltsbereich. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, wie dieser Bereich an bestehende Wege, Pflanzflächen und weitere Teile des Gartens anschließt.


Brauche ich bereits einen Garten- und Landschaftsbauer, bevor ich den Garten gestalten lasse?


Nicht zwingend. Planung und spätere Ausführung sind unterschiedliche Schritte. Bei größeren Projekten kann es allerdings sinnvoll sein, frühzeitig die Verfügbarkeit geeigneter Fachbetriebe zu prüfen, damit die geplante Umsetzung zeitlich realistisch eingeordnet werden kann.


Kann ich eine Planung im Herbst erstellen lassen und erst Monate später umsetzen?


Ja. Ein Gestaltungskonzept kann zeitlich vor der eigentlichen Umsetzung entwickelt werden. Genau dieser Vorlauf kann hilfreich sein, um anschließend Materialien auszuwählen, Verfügbarkeiten zu prüfen und weitere Schritte vorzubereiten.


Welche Pflanzen eignen sich nicht für eine Herbstpflanzung?


Das lässt sich nicht pauschal für alle Gärten beantworten. Frostempfindliche Arten und Pflanzen, die mit winterlicher Nässe oder niedrigen Temperaturen schlecht zurechtkommen, werden häufig besser im Frühjahr gesetzt. Entscheidend sind immer Pflanzenart, Winterhärte und Standortbedingungen.


Sollte ich Blumenzwiebeln zwischen bereits vorhandene Stauden setzen?


Das kann gut funktionieren, wenn Standort und Platzverhältnisse passen. Frühlingsblüher können Lücken im Beet nutzen und für frühe Farbe sorgen, bevor viele Stauden ihren vollen Austrieb erreicht haben. Bei der Pflanzung sollten jedoch die jeweiligen Pflanztiefen und Standortansprüche berücksichtigt werden.