EHL Team / 09.01.2020

5 Gründe warum Sie auf Streusalz verzichten sollten und Alternativen

Spätestens wenn die ersten Schneeflocken fallen, wird es Zeit, seine Einfahrt und Gehwege winterfest zu machen. So kommen alle Familienmitglieder, Besucher, Passanten und Fahrzeuge sicher durch die kalte Jahreszeit. Das bekannteste Hausmittel dafür: Streusalz. Doch wir verraten Ihnen, warum Sie darauf verzichten sollten:


Umweltschutz

1. Umweltschutz

Der Einsatz von Streusalz ist für die Umwelt besonders schädlich. Es hinterlässt auf den Oberflächen von Pflanzen Verätzungen, braune Ränder oder Flecken und verschlechtert die Qualität von Grundwasser und Gewässern.


Durch einen überhöhten Salzgehalt im Boden werden wichtige Nährstoffe ausgewaschen und eine neue Aufnahme erschwert. Feinwurzeln sterben ab, die Pflanzen werden nicht mehr genügend mit Wasser versorgt und Nährstoffe fehlen.


Schäden an der Vegetation werden oft erst später sichtbar, nachdem sich das versickerte Streusalz bereits einige Jahre anreichern konnte.

Hundepfoten

2. Tierschutz

Haustiere reagieren besonders empfindlich auf Streusalz. Es kann zu Entzündungen der Pfoten kommen. Meiden Sie daher mit Salz gestreute Flächen mit Ihrem Liebling.

Autolack

3. Autolack Schutz

Materialien wie der Lack Ihrer Fahrzeuge und der Beton in Ihren Bauwerken und Pflastersteinen werden von Salz angegriffen. Die Oberfläche der Betonsteine wird durch die korrosive Wirkung der Salze aufgeraut und wird somit anfälliger für Schmutz im nächsten Jahr.

Geld Piktogramm

4. Kosten

Die Beseitigung oder Eindämmung dieser Schäden verursachen jährlich hohe Kosten. Werden Ihre Pflastersteine vom Salz angegriffen, möchten Sie sie möglicherweise früher wieder austauschen.

Achtung

5. Strafen

Die private Verwendung von Streusalz ist in den meisten Kommunen verboten und mit einem Bußgeld belegt.

Wasser auf Betonsteinen

Streusalz in Deutschland

Wenn man bedenkt, dass in den letzten zehn Jahren in Deutschland im Schnitt 1,5 Millionen Tonnen Streusalz pro Jahr zum Einsatz kamen, werden die Ausmaße der Umweltbelastung durch Streusalz langsam bewusst.

Schneeflocken

Alternativen zu Streusalz

  1. Regelmäßiges Schneeschieben
  2. Damit sich der Schnee nicht festtritt und zur Rutschgefahr wird, sollten Sie Ihre Wege und Zufahrten möglichst schnell mit einer Schaufel oder einem Besen von Neuschnee befreien. Sobald der Schnee festgetreten ist und sich erste Vereisungen bilden, wird er immer schwieriger zu entfernen.

    Schnell zu reagieren bedeutet somit weniger Arbeitsaufwand und schont zusätzlich die Natur, Ihr Pflaster und Ihren Geldbeutel.


  3. Einfache Streumittel
  4. Wenn der Schnee in Ihrer Einfahrt doch einmal fest geworden ist, können Sie mit einfachen Streumitteln weiterhelfen.

    Gute Alternativen zu Streusalz sind abstumpfende Mittel wie Splitt, Granulat oder Sand. Verschiedenste Siegel, wie zum Beispiel der „Blaue Engel“ helfen Ihnen beim Einkauf von salzfreien Streumitteln.

    Energieintensiv hergestellte Streumittel (wie z.B. Blähton) sollten Sie zum Schutz der Natur nur sparsam verwenden.

    Diese Art der Streumittel lassen sich übrigens nach der Schneeschmelze leicht zusammenfegen und für den nächsten Einsatz wieder verwenden.


Streusalz nur bei hartnäckigem Glatteis

Einige Kommunen gestatten den Einsatz von Streusalz zum Schutz der Bewohner bei besonders hartnäckigen Vereisungen und an Gefahrenstellen (zum Beispiel Treppen). Informieren Sie sich bitte zu den geltenden Vorschriften und Empfehlungen zum privaten Winterdienst direkt bei Ihrer Gemeinde.